Performance

Laurenz Leky 

Schauspieler, Theaterleiter, Autor und enthusiastischer Biologe 

mit einem unerschöpflichen Wissen über die Zusammenhänge in der Natur führt er in die Beziehungen bäumischen Lebens ein, spielerisch, mit sensationellem Erfahrungsschatz und einer packenden Erzählung. Eine Reise, die neugierig macht auf die Vielfalt des Biotops „Baum“.

 

Nach seinem Schauspielstudium am Mozarteum in Salzburg arbeitete er u.a. am Theater der Jungen Welt Leipzig, dem Theater Osnabrück und dem Schauspiel Frankfurt und mit Regisseuren wie Armin Petras, Johann Kresnik und Philip Tiedemann. 

 

Von 2010 bis 2011 absolvierte er einen Masterstudiengang in Conflict Resolution am Department of Peace Studies, University of Bradford (GB), und arbeitete in der Folge drei Monate lang im Krisengebiet im Osten der Demokratischen Republik Kongo im Bereich Theater als Mittel der Konflikttransformation. Gemeinsam mit den Regisseur:innen Jan-Christoph Gockel und Nina Gühlstorff erarbeitete er am Theater Rampe in Stuttgart anschließend die Monologe Kongo-Müller (wofür er zu Recherchezwecken in den Kongo reiste) und koNGOland, die 2015 zum Heidelberger Stückemarkt bzw. den Baden-Württembergischen Theatertagen eingeladen wurden. Gemeinsam mit der Caritas in Osnabrück und Nowosibirsk gestaltet Leky einmal im Jahr ein Feriensommercamp für russische Jugendliche aus schwierigen Familienverhältnissen im Kaukasus oder dem sibirischen Altaj-Gebirge, in dessen Zentrum die gemeinsame Erarbeitung und Aufführung eines Theaterstücks steht. 

 

Leky wirkt regelmäßig in Performances und Filmen des Aktionskünstlers John Bock mit, u.a. in der Bundeskunsthalle Bonn (2013) und der Berlinischen Galerie (2017) und ist Ensemblemitglied bei der Company Peaches&Rooster von Jan-Christoph Gockel und Michael Pietsch (u.a. Coltan-Fieber, das 2014 bei der Revolution in Burkina Faso Premiere feierte, Frankenstein am Theater National in Brüssel, 2018 und zuletzt COLTAN-FIEBER: CONNECTING PEOPLE, einem  Dokumentarfilm, der auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis Premiere feierte). 

 

Seit der Spielzeit 2016/2017 leitet er gemeinsam mit Bernd Schlenkrich und René Michaelsen das Theater im Bauturm in Köln, wo er auch regelmäßig auf der Bühne steht.

Ort: 
Rautenstrauch-Joest-Museum

 

10:00 - 18:00 Uhr 
Installation und Ausstellungen
 

15.00 Uhr

»Vermeintliches Unkraut in 
der modernen Naturküche« 
Workshop von Guundermann und Co.


20.00 Uhr 
»LE CRI« Video-Hörstück von Wehr51: Sterbebegleitung eines Baums.
 

21.00 Uhr

»Baumrechte: Die Pflanzen und ihre Rechte. Ein anderer Blick auf Natur!« Eine Performance mit Laurenz Leky 
- anschl. Publikumsdiskussion -

 

 

Baumfällung 22. April 2023

 

Ort: Exkursion nach
Neunkirchen Seelscheid

 

 

10.30 h 

Sammeln an der Orangerie

 

11.00 h 

Abfahrt

 

im Bus: 

Laurenz Leky (Theater am Bauturm) zum Thema „Die Pflanzen und ihre Rechte“ und 

Wie können wir Pflanzen und ihre Rechte verständlich machen, wie können wir für das Thema sensibilisieren? 

Wir haben unsere Sprache – wie aber wollen wir Pflanzen verstehen – wenn wir ihre Sprache nicht sprechen. Die indigenen Völker im Amazonas-Gebiet haben ein anderes Verhältnis zu den Pflanzen. Sie gehen in den Wald und lauschen auf die Bäume, nicht auf einen einzelnen, denn kein Baum lebt allein – er lebt mit den Pilzen, den Mikroorganismen und ist über das Wurzelwerk und die Pilze mit anderen Bäumen verbunden.

Bäume werden gefällt, vom Menschen, weil der Mensch Holz braucht, weil der Mensch die Umwelt gestalten will, weil er einen Nutzwald benötigt. Daher wird heute diese spezielle Eiche gefällt, damit die anderen Bäume mehr Licht bekommen. Der Baum selbst würde das wahrscheinlich anders sehen. Somit sind auch wir Nutznießer dieses Systems, das den Bäumen keine Rechte auf Einspruch und Widerspruch zugesteht. Wir sehen uns in diesem Zwiespalt. Wenn der Baum schon gefällt werden soll, dann wollen wir versuchen, ihm eine Stimme zu geben, ihn zum Symbol zu erheben und an seinem Sterben teilzuhaben. Wir wollen ihn als Lebewesen begreifen und ihn auf diesem Weg des Sterbens begleiten. 

 

12.00 h 

Ankunft am Baum 

Sven Berkowicz (Fachagrarwirt) erwartet uns und erzählt vom Leben des Baumes. Alter, Wurzel, Höhe, Umgebung, Fortpflanzung, Besonderheit der Eiche, Aufbau des Stamms, Pilze, Insekten, 

Hat diese Eiche einen besonderen Charakter, was ist an ihr charakteristisch, warum muss die Eiche gefällt werden. Wie werden die anderen Bäume darauf reagieren, dass die Eiche gefällt wird. 

 

12.30 h 

Musikalischer Part

 

12.45 h 

Laurenz Leky: Verabschiedung + Berührung 

 

13.00 h 

Fällung durch Sven Berkowicz +

Räucherritual durch Laurenz Leky mit anschließender Schweigeminute

 

13.30 / 13.45 h Rückreise

Persönliche Geschichten über Bäume

 

14.30 h 

Ankunft Köln